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© / Quelle: NWZ-Online / 25.10.2026 Boßelpunktspielsaison 2026/27 Leegmoor fertigt Verbandsmeister ab Aufsteiger Accum überzeugt trotz Niederlage Schirumer Leegmoor übernimmt die Tabellenspitze der Landesliga. Der FKV-Meister aus Theener wird 18:0 von der Straße gefegt. Burhafe wartet nach drei Niederlagen noch auf den ersten Punkt. von Holger Wilken / Foto Jens Doden
Schirumer Leegmoor – Theener 18:0 (9,015/4,104/2,060/2,045). Schon der Auswärtserfolg beim Titelverteidiger Pfalzdorf hatte gezeigt, dass mit Leegmoor in dieser Saison zu rechnen ist. Im Heimkampf gegen Theener setzte der neue Tabellenführer nun noch einen drauf. Die Auricher entschieden alle vier Gruppen für sich und ließen „Waterkant“ beim 18:0 keine Chance. Mit 11.3 Runden in Holz 1, 11.1 Durchgängen in Holz 2 und starken 10.3 Runden in Gummi II machten die Gastgeber schnell deutlich, wer Herr im Hause war. Lediglich die erste Gummifraktion der Auricher hinkte mit 12.1 Durchgängen etwas hinterher. Dietrichsfeld – Pfalzdorf 1:4 (1,025/-3,046/-0,091/-0,088). Nach der überraschenden Niederlage gegen Leegmoor durfte sich Titelverteidiger Pfalzdorf im Meisterschaftsrennen kaum einen weiteren Ausrutscher erlauben. Beim 4:1 in Dietrichsfeld gelang die geforderte Reaktion, auch wenn der Wettkampf deutlich enger verlief, als das Ergebnis vermuten lässt. Dietrichsfeld benötigte gegenüber dem Heimkampf gegen Accum satte 20 Wurf weniger und hatte dennoch das Nachsehen. Der Meister blieb geduldig und nutzte nach der dritten Wende jede sich bietende Chance, um sich die entscheidenden Vorteile zu erkämpfen. Utarp-Schweindorf – Südarle 1:11 (-4,040/1,007/-2,003/-5,034). Südarle hat die Auftaktniederlage in Leegmoor endgültig abgeschüttelt. Nach dem Sieg gegen Dietrichsfeld folgte beim Aufsteiger Utarp-Schweindorf ein deutliches 11:1. Die Gastgeber konnten lediglich eine Gruppe mit 1,007 Schoet für sich entscheiden. In den übrigen Vergleichen dominierte Südarle mit 4,040, 2,003 und 5,034 Schoet. Mit nun 4:2 Punkten kletterten die Norder auf Rang drei. Reepsholt – Westeraccum 5:4 (-3,032/4,068/-1,102/1,086). Reepsholt bleibt zwar verlustpunktfrei, sucht aber weiterhin nach seiner gewohnten Form. Gegen Accum sah man zur Wende mit einem Gesamtvorsprung von etwa 10 Schoet schon wie der sichere Sieger aus. Doch auf der Rücktour schlichen sich mehr und mehr Fehler ein, die der Aufsteiger konsequent zu nutzen wusste. Mit mäßigen 204 Gesamtwürfen rettete sich der Titelaspirant aber noch knapp ins Ziel. Burhafe – Stedesdorf 4:7 (0,083/-5,149/-2,028/3,144). Für Burhafe war das direkte Duell mit Stedesdorf bereits früh in der Saison von großer Bedeutung. Nach zwei Niederlagen und 0:21 Schoet benötigte „Flott weg“ auf eigener Strecke dringend die ersten Punkte. Doch auch im Kellerduell gelang die Wende nicht. Burhafe gewann zwar zwei Gruppen mit 0,083 und 3,144 Schoet, Stedesdorf setzte sich in den beiden anderen Vergleichen mit 5,149 und 2,028 Schoet durch. Das 7:4 verschafft Stedesdorf mit nun 3:3-Punkten und Rang fünf Luft im Tabellenkeller. Für Burhafe wird die Situation dagegen zunehmend prekär. Nach drei Niederlagen steht der Tabellenletzte bei 0:6 Punkten und 0:24 Schoet.
© / Quelle: NWZ-Online / 25.10.2026 Boßelpunktspielsaison 2026/27 Ardorfs Neuzugang Marcel Brunken sichert mit „Weltklasse-Leistung“ Derby-Sieg gegen Leerhafe Das Derby stach in der Boßel-Bezirksliga der Herren I heraus. Und Ardorf bezwang Landesliga-Absteiger Leerhafe. Ein Neuzugang stach dabei besonders heraus. von Henning Schiffer / Foto Jens Doden
Ardorf – Leerhafe: 6:2 (1.003/-2.146/0.127/4.075). Im kreisübergreifenden Derby behielten die Gastgeber von „Free herut“ die Nerven und feierten den dritten Saisonsieg. Ardorfs neuer Team-Kapitän Mirco Guderle stellte seiner Mannschaft ein überzeugendes Zeugnis aus: „Es war eine grundsolide Mannschaftsleistung, mit 187 Wurf haben wir fast genau unsere Streckenvorgabe getroffen“. Doch die Gäste aus Leerhafe hielten insbesondere in der zweiten Holzgruppe stark dagegen. Eine zwischenzeitliche Führung von vier Schoet schmolz kurz vor dem Ziel auf zwei Schoet und 146 Meter zusammen, sodass die Gastgeber die zwei Punkte einsammeln konnten. Florian Eiben bedankte sich bei dem Support der Leerhafer Käkler und Mäkler: „Es war eine super Stimmung, viele Mitläufer machten es besonders, genau so wie es bei einem freundschaftlich fairem Derby sein muss.“ Eine bärenstarke Vorstellung zeigte die Gummi II der Hausherren. Mit 10/3 Runden war die Gruppe um Neuzugang Marcel Brunken und Topwerfer Christian Janssen „Weltklasse“ aufgelegt und sicherte souverän den Derbysieg. Willmsfeld – SG Wiesederfehn/Wiesede: 14:0 (3.054/1.092/5.116/3.042). Nach drei Spieltagen führen die Ex-Landesligisten von „Good Holt“ mit herausragender Punkt- und Wurfausbeute die Tabelle der Bezirksliga an. Gegen die SG vom Hopelser Weg haderten die Gastgeber jedoch mit dem Auftritt der eigenen Holzabteilung. Rundenweiten von 13/3 und 14/1 sorgten eher für Enttäuschung. Mit einer Tagesleistung von 209 Wurf blieben die Gastgeber auch aufgrund von teils schwierigen Windbedingungen deutlich hinter der Leistung vom ersten Spieltag zurück, aber dennoch reichte es für einen souveränen Heimerfolg. Dabei glänzten insbesondere die beiden Jugendwerfer Lukas Thiel und Marten Barth mit fehlerfreien Auftritten in den beiden Gummigruppen. Uttel – Sandhorst: 18:5 (11.071/-0.035/7.102/-5.040). Im Duell der beiden Aufsteiger feierte „Einigkeit“ den ersten Saisonsieg. Nach einem verdienten Heimerfolg rangiert das Wittmunder Team nun auf Rang fünf der Tabelle. Zum Matchwinner wurden die beiden „Erstgruppen“ der Gastgeber. Die erste Holzgruppe aus Uttel holte sagenhafte 11 Schoet und 71 Meter, nur unwesentlich schlechter lief es dann in der ersten Gummigruppe. Hier standen nach Zieldurchlauf 7 Schoet und 102 Meter auf dem Papier. Für die Bezirksklassen-Meister aus Sandhorst setzte es hingegen die dritte Niederlage in Folge. Upgant-Schott – SG Upschört/Wiesedermeer 11:6 (-3.080/-2.129/2.117/8.059). Bei den Norder Vertretern aus Upgant-Schott dominierte die neu formierte Spielgemeinschaft aus dem Kreisverband Friedeburg insbesondere mit den Holzkugeln. Beide Holzgruppen der Gäste holten souveräne Detailsiege und erkämpften sich eine Führung von sechs Schoet. Doch die individuell stark besetzte Gummiabteilung der Gastgeber drehte die Partie noch und sicherte den doppelten Punktgewinn für „Goode Trüll“. Rahe – Ludwigsdorf: 19:0 (3.011/9.004/7.063/0.000). Mit einem Kantersieg fanden die Gastgeber von „Ostfrisia“ zurück in die Erfolgsspur und machten die Klatsche vom letzten Spieltag in Leerhafe wieder wett. Im Derby gegen Ludwigsdorf waren die Werfer vom Kukelorum in allen Mannschaftsteilen überlegen und dominierten die Partie. Einzig die zweite Gummigruppe der Gäste hielt gut dagegen und schaffte im Ziel ein seltenes Kunststück. Beide Gruppen trennten sich hier mit dem eindeutigsten Remis, mit einem Ergebnis von 0.000 waren hier beide Seiten absolut auf Augenhöhe.
© / Quelle: NWZ-Online / 25.10.2026 Boßelpunktspielsaison 2026/27 Reepsholt fängt sich erste Niederlage Ingo Meyer gibt Gummi bei Accums Erfolg gegen Ardorf In der Männer II-Landesliga bleiben Dietrichsfeld und Westeraccum ohne Punktverlust an der Spitze. Reepsholt verliert erstmals. Leerhafe feiert den ersten Sieg, muss dafür aber lange zittern. von Holger Wilken / Foto Jens Doden
Schirumer Leegmoor – Reepsholt 3:0 (3,095/-0,122). Reepsholts bislang ungeschlagene Serie ist gerissen. Auf der ungeliebten Leegmoorer Strecke musste sich das Team klar geschlagen geben. Den Ausschlag gab die Holzgruppe, in der sich der Gastgeber einen zur zweiten Wende schon einen Vorsprung von fünf Wurf erarbeitete. Hier reichten den Gastgebern mäßige 12.1Runden zum Sieg. Mit deutlich höherem Niveau und 11.2 Runden trennten sich die Gummigruppen remis. Dietrichsfeld – Marx 15:0 (7,097/7,137). Dietrichsfeld bleibt das Maß der Dinge. Gegen das weiterhin punktlose Marx ließ der Tabellenführer auf eigener Strecke nichts anbrennen und setzte sich mit 15:0 durch. Beide Gruppen dominierten ihre Gegner zwar nahezu im Gleichschritt, brauchten aber eine gewisse Anlaufzeit gegen sich zunächst tapfer wehrende Friedeburger. Erst nach der dritten Wende legte der Favorit mehrere Schippen drauf und siegte am Ende souverän. Rahe – Blersum 11:0 (4,078/7,060). Rahe hat seine Favoritenrolle gegen Aufsteiger Blersum bestätigt. Der Vorjahreszweite tat sich mit der Holzkugel Schwerer, als erwartet: 13.1 Runden sprechen eine deutliche Sprache. Etwas besser performten die Gummiwerfer der Auricher am Kukelorum, die nach 12.0 Durchgängen einen deutlichen Sieg feierten. Westeraccum – Ardorf 7:0 (4,010/3,131). Ardorf hat auch beim Titelverteidiger die erhoffte Wende nicht geschafft. Westeraccum setzte sich auf eigener Strecke klar durch und bleibt gemeinsam mit Dietrichsfeld verlustpunktfrei. Dabei hielt Ardorf den Rückstand zumindest in Grenzen, konnte aber weder in Holz noch in Gummi einen Gruppenerfolg verbuchen. Die Accumer mussten in der Gummigruppe Robert Djuren ersetzen, der schmerzlich vermisst wurde. Dass es dennoch zum Detailsieg reichte, war der guten Leistung von Ingo Meyer zu verdanken. Leerhafe – Utarp-Schweindorf 4:0 (8,104/-4,034). Leerhafe hat den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht – und musste dafür nach einem starken Beginn noch einmal zittern. Die Holzgruppe der „Einigkeit“ legte mit 8,104 Wurf nach sehr starken 11.0 Runden einen komfortablen Vorsprung vor. Die Narper schlugen mit der Gummikugel jedoch zurück und nahm Leerhafe 4,034 Wurf ab. Nach dem Unentschieden in Reepsholt hat Leerhafe damit erneut gepunktet und sich mit 3:3 Zählern auf Rang sechs stabilisiert.
© / Quelle: NWZ-Online / 25.10.2026 Boßelpunktspielsaison 2026/27 Pfalzdorf schreibt Friesensport-Geschichte Frido Walter und Co. marschieren über Ardorfer Strecke mit sensationellen 84 Wurf Pfalzdorf dominiert das Spitzenduell in Ardorf. Das Boßelteam gewinnt 7:0 und stellt mit 84 Würfen einen neuen Streckenrekord auf. Reepsholt gewinnt auswärts. von Holger Wilken / Foto Jens Doden
Westersander-Hüllenerfehn – Reepsholt 0:2 (-0,141/-1,132). Reepsholt bleibt auch nach dem dritten Spieltag ohne Punktverlust, musste sich den Erfolg in Westersander-Hüllenerfehn aber hart erarbeiten. Beide Gruppen verliefen eng, am Ende setzte sich „Ostfreesland“ knapp durch Nach den deutlicheren Erfolgen gegen Upschört und Ludwigsdorf war es für den Titelanwärter erstmals ein echter Geduldskampf, bevor nach 12.1 Gummirunden und 11.3 Holzdurchgängen die wichtigen Punkte ergattert waren. Burhafe – Upschört 8:3 (-3,070/8,111). Nach dem Ausfall von Onno Bents musste Dieter Siebolds reaktiviert werden, der sich aber nach zwei Wurf verletzte uns ausgewechselt werden musste. Erneut wurde umgestellt und Gummiwerfer Günther Leerhoff nahm die ungewohnte Holzkugel zur Hand. Nach schwachen 13.1 Durchgängen ging hier der Teilerfol an die Gäste. Angeführt vom gut aufgelgten Günther Tjardes sorgte die Gummfraktion von „Floot weg“ nach 11.0 Runden für klare Verhältnisse. Ardorf – Pfalzdorf 0:7 (-2,004/-5,029). Was im Vorfeld als Spitzenduell zweier verlustpunktfreier Mannschaften angekündigt war, wurde zur beeindruckenden Demonstration der Pfalzdorfer. Der Titelanwärter mit dem „Mr. Friesensport“ Frido Walter an der Spitze gewann beide Gruppen und setzte sich mit insgesamt 7:0 durch. Noch bemerkenswerter als das Ergebnis war jedoch die Wurfleistung: Mit nur 84 Gesamtwürfen bewältigte Pfalzdorf die Ardorfer Strecke und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Die Wittmunder lieferten mit 90 Gesamtwürfen (11.2 Holz, 11.0 Gummi) einen guten Wettkampf ab und standen am Ende doch mit leeren Händen da. Utarp-Schweindorf – Leerhafe 7:0 (3,066/4,074). Aufsteiger Utarp-Schweindorf setzt seinen Traumstart fort. Gegen Leerhafe ließen die Narper auf eigener Strecke nichts anbrennen und entschieden beide Gruppen nach 10.1 Holzrunden und 10.2 Gummidurchgängen für sich. Der 7:0-Erfolg bedeutet den dritten Sieg im dritten Wettkampf. Mit 20:0 Shoet und 6:0 Punkten liegt Utarp-Schweindorf nach drei Spieltagen lediglich 44 Meter hinter Spitzenreiter Pfalzdorf Rang zwei der Tabelle. Ludwigsdorf – Großheide 7:0 (3,003/4,003). Im Kellerduell gelang Ludwigsdorf der dringend benötigte Befreiungsschlag. Die Holzwerfer starteten auf beiden Seiten stark und benötigten nur 16 Würfe bis zu Aufnahme in Richtung Fahne. Auch danach stand die Partie beider Gruppen bis kurz vor Schluss auf der Kippe. Eine bärenstarke Schlussrunde der Ludwigsdorfer Holzfraktion brachte schließlich doch noch den Sieg nach guten 11.1 Runden. Mit der Gummikugel gingen die Auricher schnell in Führung und brachten den Vorsprung sicher ins Ziel.
© / Quelle: NWZ-Online / 25.10.2026 Boßelpunktspielsaison 2026/27 Am Tag nach der Hochzeit führt Ann-Christin Galts ihre Ardorferinnen an die Spitze Ardorf steht in Ostfriesland als einziges Frauenteam der Boßel-Landesliga ohne Punktverlust ganz oben. Stedesdorf gewinnt beim Vizemeister in Rahe. In Leegmoor entscheidet ein Schlusswurf den Krimi. von Henning Schiffer / Foto Jens Doden
Ardorf – Blomberg: 6:1 (6.029/-1.056). Einen Tag nach ihrer Hochzeit führte Ann-Christin Galts ihre Mannschaft auf die eigene Heimstrecke und wechselte aufgrund des Ausfalls von Maren Coordes in die Holzabteilung. Nach einem verpatzten Start drehten die Gastgeberinnen in Borgholt auf und erkämpften sich mit der schwarzen Kunststoffkugel einen komfortablen Vorsprung. Mit einer Rundenweite von 12/0 steuerte die Ardorfer Holzgruppe bereits sechs Wurf zum nächsten Saisonsieg bei, denn die kämpferisch und boßeltechnisch einwandfreie Vorstellung der Blombergerinnen mit der Gummikugel sollte schlussendlich nur noch zur Ergebniskosmetik ausreichen. Nach der dritten Niederlage in Folge findet sich das Team von Hannah Janssen nun am Tabellenende wieder, während man in Ardorf nach Hochzeit, Feierlichkeiten und Tabellenführung von einem perfekten Wochenende sprechen darf. Rahe – Stedesdorf: 0:1 (0.037/- 1.058). Nach dem Erfolg über Serienmeister Norden folgte für „Fix wat mit“ nun der nächste Triumph. Beim Vizemeister in Rahe gewannen die Werferinnen um Daniela Köhler nach einem engen Wettkampf mit einem Schoet Vorsprung. Dabei startete die Gummigruppe der Gäste gut in die Partie und führte trotz nicht ganz überzeugender Rundenwettkampf das Duell dauerhaft an. Mit der Holzkugel bot sich ein anderes Bild. Hier war „Ostfrisia“ zunächst am Drücker und holte zwei Schoet, doch die Esenserinnen meldeten sich auf ungeliebter Wurfbahn am Kukelorum zurück und erkämpften sich bis zum Ziel den knappen Auswärtssieg. Schirumer Leegmoor – Etzel: 5:4 (-4.030/5.057). Mit einem phänomenalen Schlusswurf rettete Julia Heiken den so wichtigen ersten Saisonsieg für die Gastgeberinnen aus Leegmoor. Doch bis dahin lieferten sich beide Teams einen regelrechten Krimi. Während die heimische Gummigruppe weit abwerfen konnte und direkt das Kommando übernahm, starteten die Leegmoorerinnen mit der Holzkugel schlecht und gerieten direkt unter die Räder. „Chapeau an Etzel! Das war in Holz heute eine Bombenleistung und ein herausragender Start in den Wettkampf“ musste auch „Free weg“-Teamchefin Imke Mülder im Anschluss der Begegnung neidlos anerkennen. Das Friedeburger Aufsteigerteam verkaufte sich teuer und konterte mit der Holzkugel immer wieder die Führungen der gastgebenden Gummiabteilung aus, sodass man sich aufseiten der Gäste bis kurz vor Schluss Hoffnungen auf Punkte machen durfte. Doch der letzte Wurf der Leegmoorer Topwerferin drehte die Partie zugunsten der Auricherinnen. Südarle – Westeraccum: 3:0 (2.088/0.046). Im Heimkampf gegen Westeraccum holte das Team von „He löpt noch“ den ersten Saisonsieg. Dabei legten die Gastgeberinnen mit beiden Kugeln einen Topstart hin und führten auf Höhe der ersten Wende bereits mit insgesamt fünf Wurf. Zugleich musste Südarles Teamchefin auf gleich drei Stammkräfte verzichten. Mit Carina Harms, Tomke Harms und Ebba Malbricht fehlten gleich mehrere etablierte Kräfte im „Klöpper-Team“, doch das wirkte sich, insbesondere in der Holzgruppe, nicht auf die Wurfleistung der Gastgeberinnen aus. Im Verlauf der Partie kamen die formstarken Gäste aus dem Kreisverband Esens aber besser zurecht und konnten das Geschehen ausgeglichener gestalten, sodass sich die Gummigruppen im Ziel mit einem Remis trennten. Trotz der ersten Saisonniederlage war Gäste-Kapitänin Nantje Barth positiv gestimmt: „Insgesamt sind wir dennoch zufrieden und stolz darauf, dass wir nach der ersten Wende nicht schon aufgegeben haben, sondern uns als Team stark zurückkämpfen konnten.“ „Noord“ Norden – Theener: 5:0 (4.008/1.044). Im Norder Kreisderby fanden die Titelverteidigerinnen von „Noord“ zurück in die Erfolgsspur. Mit der Gummikugel trumpften die Gäste von „Waterkant“ auf der Rücktour groß auf und verkürzten das Ergebnis nochmals deutlich, dennoch sammelte das Team von Maike de Vries die Heimpunkte souverän ein und rangiert nun auf dem dritten Tabellenplatz.
© / Quelle: NWZ-Online / 25.10.2026 Boßelpunktspielsaison 2026/27 Nach zehn Jahren reaktivierte Meike Buths wird auswärts zu Ardorfs „Frau des Tages“ Meike Buths hat zehn Jahre nicht geworfen. In Norden kehrt sie zurück und wird für „Free herut“ zur Frau des Tages. Die Boßlerinnen aus Ardorf gewinnen auswärts und übernehmen die Tabellenspitze. von Henning Schiffer / Foto Jens Doden
Uttel – Dietrichsfeld: -1.066. Auch im dritten Anlauf konnten die Boßlerinnen von „Einigkeit“ kein Erfolgserlebnis feiern. Gegen das Rekordteam aus Dietrichsfeld setzte es für die Auswahl von Heike Janssen eine knappe Niederlage: „Wir waren dran und haben zur Wende mit einem Schoet geführt. Leider ist uns der Wechsel auf Holz völlig missglückt“, fasste die Teamkapitänin der Gastgeberinnen die erneute unglückliche Niederlage ihrer Mannschaft zusammen: „Und durch eine Sahnerunde von Dietrichsfeld mit drei “Kracherwürfen“ in Kombination mit unserer schlechten Leistung waren wir wenig später plötzlich drei Schoet hinten.“ Vorjahresmeister „Good wat mit“ springt somit in die Spitzengruppe und scheint langsam wieder ins Rollen zu kommen. „Noord“ Norden – Ardorf: -6.007. Beim ersten Auswärtskampf in der Landesliga verbuchten die Ardorferinnen einen eindrucksvollen Erfolg. Ein fast fehlerfreier Auftritt bescherte den Boßlerinnen aus dem Kreisverband Wittmund einen verdienten Auswärtssieg und die Tabellenführung. Aufgrund von verletzungs- und urlaubsbedingten Ausfällen musste „Free herut“ das Team im Vorfeld der Begegnung umstellen. „Wir haben Meike Buths reaktivert. Sie hat zehn Jahre nicht geworfen und heute einen super Wettkampf abgeliefert, sie war heute definitiv unsere Frau des Tages“, freute sich die aktuell noch verletzte Astrid Fähnders aufseiten der Gäste. Eversmeer – Reepsholt: -0.024. Wie bereits im Vorjahr trennten sich beide Mannschaften im ewig jungen Duell mit einem Remis und egalisierten sich bis auf 24 Meter für die Gäste. Dieses Mal haderten jedoch beide Teams mit der eigenen Wurfleistung. Mit einem Rundenergebnis von 11/1 lag man knapp anderthalb Durchgänge hinter der Vorjahresleistung zurück. Die Gastgeberinnen um Ingrid Pauw waren trotzdem noch zufrieden, denn viele Werferinnen schlugen sich bei „An’t Moor lang“ im Vorfeld der Partie mit kleineren Blessuren und Krankheiten rum: „Es war ein faires Ergebnis, beide Mannschaften haben es verpasst einen Sieg herbeizuführen“, sagte Ingrid Pauw. Während die Gastgeberinnen in Gummi überlegen waren, holte Reepsholt mit der Holzkugel auf und stellte das Ergebnis zurück auf null. Utarp-Schweindorf – Stedesdorf: 1.034. Freud und Leid lagen in diesem Esenser Kreisvergleich eng beieinander. Während die Gastgeberinnen von Kapitänin Claudia Eggers weiter ohne Niederlage dastehen, überwog bei den Stedesdorferinnen die Enttäuschung über eine äußerst knappe Niederlage. „Fix wat mit“ erwischte keinen guten Start und lief den Gastgeberinnen auf der Hintour stets nur hinterher. Mit dem Wechsel auf die Holzkugel gelang den Gästen dann ein fehlerfreier Auftritt, doch die Leistungssteigerung auf der Rücktour reichte schlussendlich nicht mehr aus, um die zuvor verlorenen Meter wieder aufzuholen. Mit 0:6 Punkten rangiert Stedesdorf aktuell auf dem letzten Tabellenrang und muss sich auf ein Kellerduell gegen Sandhorst vorbereiten. Sandhorst – Rahe: 2.027. Im kreisinternen Auricher Duell sicherten sich die Aufsteigerinnen aus Sandhort die ersten Landesligapunkte. |
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