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© / Quelle: NWZ-Online / 04.05.2026

OssiPokal - Finale 2026

„He löpt noch“ läuft allen davon

Südarler holen zum dritten Mal den Ostfriesland-Pokal

Die Boßlerinnen und Boßler aus Südarle triumphieren im Ostfriesland-Pokal.

Mit Geschlossenheit holen sie den Titel.

Vor der Siegerehrung sorgt eine Gedenkminute für einen ergreifenden Moment.

von Holger Wilken  /  Fotos Jens Doden

Ostfriesland - Der neue Champion im Ostfriesland-Pokal heißt „He löpt noch“ Südarle: Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung über alle Altersklassen hinweg sicherten sich die Boßler aus dem Kreisverband Norden verdient den Titel vor Westeraccum und Dietrichsfeld.

Gedenkminute für Friesensport-Pionier Müller

Vor Beginn der Siegerehrung rückte jedoch zunächst ein Moment des Innehaltens in den Mittelpunkt. Landesverbandsvorsitzender Erwin Niehuisen bat die Anwesenden um eine Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Friesensport-Visionär Johann Müller. In bewegenden Worten würdigte Niehuisen die herausragenden Verdienste des Leegmoorer Berufsschullehrers, der sich insbesondere mit großem Engagement für die Jugendarbeit einsetzte. Müller trug maßgeblich dazu bei, dass der Friesensport im Jahr 2001 offiziell als Schulsport anerkannt wurde.

Diesmal nicht zu schlagen: "He löpt noch" Südarle

Sportlich setzte „He löpt noch“ Südarle die Maßstäbe. Mit nur zehn Gesamtpunkten präsentierte sich das Team als das ausgeglichenes Ensemble des Wettbewerbs auf den Strecken in Collrunge, Leerhafe und Upschört. Der Grundstein zum Erfolg lag in der mannschaftlichen Geschlossenheit: Männer I (zweiter Platz), Frauen I (3.), Männer II (2.), Jugend A (2.) und Jugend C (1.) – Südarle war in sämtlichen Altersklassen vorne vertreten und belohnte sich am Ende verdient mit dem Titelgewinn.

Westeraccum verpasst Gesamtsieg knapp

Westeraccum folgte mit zwölf Punkten auf Rang zwei und überzeugte ebenfalls mit starken Einzelergebnissen. Siege in der Männer-I-Konkurrenz sowie in der A-Jugend hielten das Team lange im Rennen um den Gesamtsieg. Ein fünfter Platz bei den Frauen I verhinderte jedoch den Sprung an die Spitze. Im Kampf um Platz drei setzte sich Dietrichsfeld mit 16 Punkten knapp vor Reepsholt (ebenfalls 16 Punkte) durch. Ausschlaggebend war die ausgeglichene Punkteverteilung. Dietrichsfeld punktete insbesondere mit einem Sieg bei den Männern II sowie soliden Ergebnissen in den Jugendklassen (jeweils Rang drei). Die Frauenmannschaft komplettierte das Ergebnis mit einem vierten Platz. Reepsholt blieb dagegen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Vor allem in den Schlüsselklassen Männer I (3. Platz) und Männer II (4.) konnte das Team seine erwartete Rolle nicht untermauern. Auch in der Jugend reichte es jeweils nur zu vierten Plätzen. Der Sieg in der Frauen-I-Konkurrenz war am Ende zu wenig, um im Gesamtklassement weiter nach vorn zu rücken. Schirumer-Leegmoor belegte mit 21 Punkten Rang fünf. Die Mannschaft trat ersatzgeschwächt an – unter anderem aufgrund von Konfirmationen sowie eines Trauerfalls im Umfeld des Vereins. Vor diesem Hintergrund sind die erreichten Platzierungen, darunter Rang zwei bei den Frauen I, durchaus hoch einzuschätzen. Für Außenseiter Ludwigsdorf blieb mit 30 Punkten lediglich Rang sechs. In keiner Altersklasse gelang es dem Team, aus der Außenseiterrolle herauszutreten – durchweg sechste Plätze spiegeln die schwierige Ausgangslage wider.

Am Ende aber stand ein verdienter Sieger fest: Südarle überzeugte mit Konstanz, Nervenstärke und Qualität in allen Mannschaftsteilen. Der Ossi-Pokal 2026 geht damit in den Kreisverband Norden – und Südarle darf sich über den dritten Triumph in seiner Vereinsgeschichte in diesem traditionsreichen Wettbewerb freuen.