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„He löpt noch“ läuft allen davon
Südarler holen zum dritten Mal
den Ostfriesland-Pokal
Die Boßlerinnen und
Boßler aus Südarle triumphieren im Ostfriesland-Pokal.
Mit Geschlossenheit
holen sie den Titel.
Vor der Siegerehrung
sorgt eine Gedenkminute für einen ergreifenden Moment.
von Holger
Wilken / Fotos Jens Doden

Ostfriesland - Der
neue Champion im Ostfriesland-Pokal heißt „He löpt noch“
Südarle: Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung
über alle Altersklassen hinweg sicherten sich die Boßler
aus dem Kreisverband Norden verdient den Titel vor
Westeraccum und Dietrichsfeld.
Gedenkminute für
Friesensport-Pionier Müller
Vor Beginn der Siegerehrung
rückte jedoch zunächst ein Moment des Innehaltens in den
Mittelpunkt. Landesverbandsvorsitzender Erwin Niehuisen
bat die Anwesenden um eine Gedenkminute für den kürzlich
verstorbenen Friesensport-Visionär Johann Müller. In
bewegenden Worten würdigte Niehuisen die herausragenden
Verdienste des Leegmoorer Berufsschullehrers, der sich
insbesondere mit großem Engagement für die Jugendarbeit
einsetzte. Müller trug maßgeblich dazu bei, dass der
Friesensport im Jahr 2001 offiziell als Schulsport
anerkannt wurde.
Diesmal nicht zu
schlagen: "He löpt noch" Südarle
Sportlich setzte „He löpt
noch“ Südarle die Maßstäbe. Mit nur zehn Gesamtpunkten
präsentierte sich das Team als das ausgeglichenes
Ensemble des Wettbewerbs auf den Strecken in Collrunge,
Leerhafe und Upschört. Der Grundstein zum Erfolg lag in
der mannschaftlichen Geschlossenheit: Männer I (zweiter
Platz), Frauen I (3.), Männer II (2.), Jugend A (2.) und
Jugend C (1.) – Südarle war in sämtlichen Altersklassen
vorne vertreten und belohnte sich am Ende verdient mit
dem Titelgewinn.
Westeraccum verpasst
Gesamtsieg knapp
Westeraccum folgte mit
zwölf Punkten auf Rang zwei und überzeugte ebenfalls mit
starken Einzelergebnissen. Siege in der
Männer-I-Konkurrenz sowie in der A-Jugend hielten das
Team lange im Rennen um den Gesamtsieg. Ein fünfter
Platz bei den Frauen I verhinderte jedoch den Sprung an
die Spitze. Im Kampf um Platz drei setzte sich
Dietrichsfeld mit 16 Punkten knapp vor Reepsholt
(ebenfalls 16 Punkte) durch. Ausschlaggebend war die
ausgeglichene Punkteverteilung. Dietrichsfeld punktete
insbesondere mit einem Sieg bei den Männern II sowie
soliden Ergebnissen in den Jugendklassen (jeweils Rang
drei). Die Frauenmannschaft komplettierte das Ergebnis
mit einem vierten Platz. Reepsholt blieb dagegen hinter
den eigenen Erwartungen zurück. Vor allem in den
Schlüsselklassen Männer I (3. Platz) und Männer II (4.)
konnte das Team seine erwartete Rolle nicht untermauern.
Auch in der Jugend reichte es jeweils nur zu vierten
Plätzen. Der Sieg in der Frauen-I-Konkurrenz war am Ende
zu wenig, um im Gesamtklassement weiter nach vorn zu
rücken. Schirumer-Leegmoor belegte mit 21 Punkten Rang
fünf. Die Mannschaft trat ersatzgeschwächt an – unter
anderem aufgrund von Konfirmationen sowie eines
Trauerfalls im Umfeld des Vereins. Vor diesem
Hintergrund sind die erreichten Platzierungen, darunter
Rang zwei bei den Frauen I, durchaus hoch einzuschätzen.
Für Außenseiter Ludwigsdorf blieb mit 30 Punkten
lediglich Rang sechs. In keiner Altersklasse gelang es
dem Team, aus der Außenseiterrolle herauszutreten –
durchweg sechste Plätze spiegeln die schwierige
Ausgangslage wider.
Am Ende aber stand ein
verdienter Sieger fest: Südarle überzeugte mit Konstanz,
Nervenstärke und Qualität in allen Mannschaftsteilen.
Der Ossi-Pokal 2026 geht damit in den Kreisverband
Norden – und Südarle darf sich über den dritten Triumph
in seiner Vereinsgeschichte in diesem traditionsreichen
Wettbewerb freuen. |