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© / Quelle: NWZ-Online / 27.04..2026

Friesischer Klootschießerverband e.V. - Boßel-Mannschaftsmeister

Ostfrieslands Boßler geben mit 17 von 19 Titeln wieder den Ton an

Ostfriesische Vereine sichern sich fast alle Titel bei den FKV-Meisterschaften in Fulkum.

Nur zwei Erfolge gehen nach Oldenburg.

Besonders „He löpt noch“ Südarle trumpft auf und schreibt Geschichte.

von Holger Wilken /  Fotos Jens Doden

Ostfriesland - Die Mannschaftsmeisterschaften des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) sind eindrucksvoll in ostfriesischer Hand geblieben. In insgesamt 19 Entscheidungen sicherten sich die Vereine aus Ostfriesland gleich 17 Titel und unterstrichen damit ihre Vormachtstellung im Friesensport. Die Konkurrenz aus Oldenburg durfte sich lediglich über zwei Erfolge freuen – in der männlichen Jugend D sowie in der weiblichen Jugend B.

Oldenburger Teams ohne echte Chance

Vor allem in den Erwachsenenklassen wurde die Dominanz der Ostfriesen deutlich sichtbar. Hier waren die Oldenburger Teams über weite Strecken kaum mehr als Sparringspartner. Deutliche Ergebnisse prägten das Bild: Pfalzdorf ließ in der Männer III beim 16:0 (Holz 12 Wurf, Gummi 4 Wurf) gegen Westerscheps keine Zweifel aufkommen. Schon der Anwurf von Frido Walter von knapp 400 Metern dürfte dem Gegner die Angstperlen auf die Stirn getrieben haben. Weiterhin dominierte Westeraccum die Männer-II-Konkurrenz (11:0 gegen Reitland), und auch die Männer IV von „Bahn free“ Großheide (7:0 gegen Spohle) sowie das Männer-V-Team des KBV „He löpt noch“ Südarle (3:0 gegen Schweewarden) setzten klare Ausrufezeichen. Die Werfer aus Südarle feierten gar einen historischen Sieg – denn zum ersten Mal in der über 100-jährigen Geschichte des Vereins konnte sich ein Männer-Team der Norder die FKV-Krone sichern. Mit drei weiteren Titeln im Jugendbereich (weibliche Jugend F und E sowie bei der männlichen Jugend B als Spielgemeinschaft mit Hage) avancierte „He löpt noch“ außerdem zum erfolgreichsten Verein der Meisterschaft.

Klare Siege in allen Frauen-Finals

Deutlich verliefen auch die Wettbewerbe der Frauen, wo Stedesdorf (11:0) im Frauen III, Dietrichsfeld (5:0) im Frauen II und schließlich Schirumer-Leegmoor (11:0) im Frauen IV Finale aus ostfriesischer Sicht nichts anbrennen ließen.

Etwas ausgeglichener gestalteten sich die Wettkämpfe im Nachwuchsbereich, auch wenn die ostfriesischen Vereine hier ebenfalls klar den Ton angaben. Die wenigen Oldenburger Lichtblicke blieben die Titelgewinne in der männlichen Jugend D von Stapel gegen Eversmeer sowie der Moorriemer Erfolg der weiblichen Jugend B gegen Stedesdorf (2:0). Ansonsten überzeugten zahlreiche ostfriesische Talente mit starken Leistungen: Akelsbarg (15:0 in der männlichen Jugend C), Uttel (11:0 in der mJE), SG Eversmeer/Nenndorf (4:0 in der mJA) sowie drei Siege von Südarle im jüngeren weiblichen Nachwuchsbereich zeigten eindrucksvoll die Breite und Qualität der Jugendarbeit in zahlreichen ostfriesischen Vereinen.

 

Trotz der klaren sportlichen Verhältnisse blieb die Atmosphäre auf und neben den Strecken jederzeit vorbildlich. Die traditionelle Rivalität zwischen den Landesverbänden Ostfriesland und Oldenburg war zwar spürbar, wurde jedoch durch Fairness, Respekt und gegenseitige Wertschätzung geprägt. Einmal mehr zeigte sich, wie eng die Friesensportszene miteinander verbunden ist – Konkurrenz auf der Strecke, Gemeinschaft daneben.

So gehen die FKV-Meisterschaften 2026 nicht nur als sportlich dominierte Veranstaltung für Ostfriesland in die Bücher ein, sondern auch als Beleg für den besonderen Zusammenhalt im Friesensport. Ein besonderer Dank ging seitens des FKV an den ausrichtenden Verein „Germania“ Fulkum für die reibungslose und vorbildliche Abwicklung der Großveranstaltung.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 27.04..2026

Friesischer Klootschießerverband e.V. - Boßel-Mannschaftsmeister

FKV-Meister: Talente aus Moorriem und Stapel retten Oldenburger Ehre

Die Ostfriesen dominierten die FKV-Meisterschaften im Straßenboßeln.

Nur die Oldenburger Jugendteams aus Moorriem und Stapel setzten sich durch.

von Wolfgang Böning

Fulkum - Die B-Juniorinnen aus Moorriem und die D-Junioren aus Stapel haben am Wochenende die Ehre der Oldenburger gerettet. Sie holten die beiden einzigen Titel für den Klootschießer Landesverband Oldenburg bei den FKV-Meisterschaften im Straßenboßeln in Fulkum.

Die Gesamtbilanz

Die Bilanz der FKV-Titelkämpfe ist eindeutig: 19 Titel gingen an die Ostfriesen, zwei an die Oldenburger (Vorsaison: 14:7). Der Oldenburger Verbandsvorsitzende Jürgen Frers meinte: „Die Oldenburger waren meistens chancenlos. Es spiegelt die Dominanz der Ostfriesen – vor allem auf heimischem Geläuf – eindeutig wider, was man neidlos anerkennen muss.“

Männliche Jugend

Das Finale der männlichen A-Jugend war umkämpft. Am Ende setzte sich SG Nenndorf/Eversmeer mit 49 Wurf und einem Vorsprung von vier Wurf gegen Ruttel durch. Ähnlich lief es in der B-Jugend: Hage siegte mit 45 Wurf, Schweinebrück benötigte vier Wurf mehr. Dagegen war das Finale der C-Jugend eine klare Angelegenheit. Sieger Akelsbarg benötigte 40 Wurf. Neustadtgödens verzeichnete 55 Wurf.

In der D-Jugend gab es ein Erfolgserlebnis für die Oldenburger: Die Stapeler Jungs waren im Duell mit Eversmeer um vier Wurf besser. Stapels Vorsitzender Bastian Specht war begeistert. Die Partie sei auf hohem Niveau abgelaufen. Auf den Geraden hätten die Stapeler dominiert, in den Kurven die Eversmeerer aufgeholt. „Nach dem Kugelwechsel konnten wir mit sehr konstanten Würfen einen größeren Vorsprung aufbauen.“ Zum Team gehören Joris Noormann, Zoe Maier, Marielle Höfers, Jonas Janssen, Enno Rademacher und Malte Baumann. Trainerin Claudia Janssen, Andreas Janssen und Stefan Noormann haben das Team aufgebaut.

In der E-Jugend gewann die SG Uttel/Buttforde (40 Wurf) mit einem Elf-Wurf-Vorsprung vor SG Hollwege/Halsbek. Nach einem Drei-Wurf-Rückstand kämpften sich Kreuzmoors F-Jugendliche bis auf einen Wurf heran. Aber letztlich gewann Moordorf mit 46 Wurf.

Weibliche Jugend

In der weiblichen A-Jugend lagen die Kreuzmoorerinnen an der Wende mit 49 Metern vorn. Doch die SG Esens Moorweg/Mamburg sicherte sich den Sieg mit 41 Wurf. Kreuzmoor hatte einen Rückstand von zwei Wurf.

In der B-Jugend schnappte sich Moorriem den Titel mit 46 Wurf und zwei Wurf vor Stedesdorf. Betreuerin Jana Bölts sagte, dass beide Teams nicht ihren besten Tag gehabt hätten. „Aber wir haben die Führung von Anfang an nicht abgegeben. Wir haben es mit unserer Konstanz gemacht. Auch unsere Taktik ist aufgegangen. Wir sind mit zwei Kraftwerferinnen und zwei konstanten Werferinnen gestartet und haben an der Wende zwei super Werferinnen eingewechselt. Eine tolle Leistung. Wir sind mächtig stolz.“ Zum Moorriemer Team gehören Leevke Danielzik, Kyara Schautzki, Lara Carstens, Lenja Vögel, Femke Kleinschmidt und Lara Pittwohn. Betreuerinnen sind Lotta Mosler und Jana Bölts.

In der C-Jugend gewann Ardorf (40 Wurf) den Titel mit fünf Wurf Vorsprung vor Kreuzmoor. In der D-Jugend musste sich das Kreuzmoorer Team Blomberg (42 Wurf) ebenfalls mit fünf Wurf geschlagen geben.

In der E-Jugend gewann Südarle mit nur 37 Wurf gegen Holtange (51 Wurf). In der F-Jugend bewang Südarle (39 Wurf) die Kids aus Stapel (49 Wurf). Deren Vereinsboss Bastian Specht war dennoch hochzufrieden. „Zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte haben wir mit zwei Jugend-Mannschaften das FKV-Finale bestreiten können. Für die Trainerabteilung war das ein Meilenstein für jahrelange harte Arbeit an jedem Wochenende.“

Senioren

In den Seniorenklassen gab es sieben Erfolge für Ostfriesland. Bei den Männern II gewann Westeraccum (95 Wurf) mit elf Wurf Vorsprung das Duell mit Reitland. In der Altersklasse Männer III ließ Seriensieger Pfalzdorf mit 95 Wurf seine Muskeln spielen. Westerscheps wies 110 Wurf auf. Bei den Männern IV gewann Großheide“ mit 46 Wurf. Spohle benötigte sieben Wurf mehr. Schweewarden führte in der Altersklasse Männer V an der Wende mit 76 Metern. Doch am Ende siegte Südarle mit 41 Wurf und einem Vorsprung von vier Wurf.

Seniorinnen

In der Altersklasse Frauen II belegte Titelverteidiger Delfshausen Platz zwei. Der neuer Meister Dietrichsfeld war mit 44 Wurf um fünf Wurf besser. Bei den Frauen III holte Stedesdorf den Titel mit 54 Wurf. Die Siegerinnen bauten neun Wurf vor Zetel-Osterende auf. In der Altersklasse Frauen IV landete Schirumer-Leegmoor mit 48 Wurf einen deutlichen Sieg gegen Delfshausen. Der Unterschied betrug elf Wurf.